Externe Cheats

Externe Cheats

Externe Cheats: Prozessunabhängige Steuerung und Datenanalyse Externe Cheats sind Methoden, die anstatt direkt in den Spielprozess einzugreifen, durch externe Lese- und Schreibvorgänge arbeiten und so einen diskreteren Ansatz bieten. Diese Cheats greifen über externe APIs auf den Speicher des Spiels zu und werden über ihre eigenen unabhängigen Benutzeroberflächen gesteuert.

Das grundlegende Prinzip externer Cheats besteht darin, Daten aus dem Speicher des anvisierten Spielprozesses zu lesen und in diesen zu schreiben. Dieser Vorgang wird im Allgemeinen mit den Windows-API-Funktionen ReadProcessMemory und WriteProcessMemory durchgeführt. Zunächst wird mit OpenProcess ein Handle für den Spielprozess erworben. Über dieses Handle werden Informationen wie Spielerkoordinaten, Gesundheitszustand oder Feindeslisten aus zuvor identifizierten statischen oder dynamischen Speicheradressen gelesen. Da sich diese Adressen nach jedem Spiel-Update ändern können, handelt es sich um Offset-Werte, die ständig mit Speicher-Scan-Tools wie Cheat Engine aktualisiert werden müssen. Der Mechanismus des automatischen Zielens (Aimbot) basiert auf diesem Datenstrom. Der Cheat berechnet die Differenz zwischen den eigenen Spielerkoordinaten und den aus dem Speicher gelesenen Koordinaten des Gegners. Diese Differenz wird durch mathematische Formeln in Bewegungen umgewandelt, die auf die Maus angewendet werden (über mouse_event oder SendInput APIs). Obwohl externe Aimbots im Vergleich zu internen Cheats eine "gröbere" Methode verwenden, können sie menschliches Verhalten mit fortschrittlichen mathematischen Glättungsalgorithmen (Smooth) und zufälligen Verzögerungen imitieren. Zur Rückstoßkontrolle (Recoil) werden die Rückstoßwinkel des Spiels aus dem Speicher gelesen und die Maus entsprechend in die entgegengesetzte Richtung bewegt, um die Streuung der Kugeln zu minimieren. Funktionen wie ESP und Wallhack funktionieren bei externen Cheats etwas anders, da nicht direkt in die Grafik-Engine des Spiels eingegriffen wird. Stattdessen werden die aus dem Speicher gelesenen Gegnerkoordinaten auf ein darüber liegendes Overlay-Fenster gezeichnet. Dieses Overlay liegt normalerweise als transparentes Fenster über dem Spiel und wird mit einfachen Zeichenbibliotheken erstellt, anstatt DirectX- oder OpenGL-Hooks zu verwenden. Durch die Berechnung der Abmessungen und der Position des Spielfensters werden Gegnerpositionen in der 3D-Welt in 2D-Bildschirmkoordinaten umgerechnet und Boxen, Linien oder Texte darüber ausgegeben. Obwohl diese Methode weniger flexibel ist als interne Cheats, ist sie für Anti-Cheats schwieriger zu entdecken. Der größte Vorteil externer Cheats ist ihr Potenzial zur besseren Tarnung vor Anti-Cheat-Systemen. Spiele mit Schutz auf Kernebene (Kernel-Level) wie Vanguard oder EAC erkennen Eingriffe in ihre eigenen Prozesse (DLL-Injektion) sehr effektiv. Da ein externer Cheat nichts in den Prozess injiziert, kann er vielen dieser Erkennungsmechanismen entgehen. Moderne Anti-Cheat-Systeme überwachen und blockieren jedoch auch verdächtige Prozesse, die versuchen, den Spielspeicher zu lesen. Daher greifen fortschrittliche externe Cheats über DMA-Karten (Direct Memory Access) oder spezielle Kerneltreiber auf den Spielspeicher zu, was eine softwarebasierte Erkennung nahezu unmöglich macht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass externe Cheats zwar weniger invasiv sind, aber bei Verwendung der richtigen Techniken eine ebenso effektive und weitaus sicherere Alternative zu internen Cheats bieten.